Mittwoch, 4. März 2015

Vegan Wednesday #131 - hier wird gesammelt

guten morgen ihr lieben, diese woche wird wieder bei mir gesammelt. wie gehts euch denn? hat euch auch die böse grippe erwischt oder ists schon wieder eher am abklingen?
fastenzeit oder über die stränge geschlagen? 

bei uns wird es immer sonniger und die ersten frühlingsboten ragen schon ihre köpfchen aus der erde. endlich wieder wärmer und die sonne lacht einem auch mal entgegen.

alle infos zu unserem projekt könnt ihr hier nachlesen und somit freue ich mich jetzt schon darauf eure tollen kunstwerke dieser woche zu bewundern.

Montag, 2. März 2015

{Food} Rahmfisolen - fast wie bei Oma!

nun hab ich ja in meinem urlaub angefangen zu häkeln. eine echt beruhigende beschäftigung, bei der ich mich auch nach einem langen arbeitstag noch entspannen und meine kreativität ausleben kann.
der liebste meinte schon ich solle anfangen meine food-fotos nachhäkeln - was für eine grandiose idee, werde ich mal im hinterkopf behalten.

jedenfalls habe ich vom häkeln wahnsinnigen hunger auf rahmfisolen bekommen - zu deutschdeutsch brechbohnen in schmand.
vielleicht deswegen, weil ich bei häkeldeckchen immer an meine oma denken muss und da gabs früher als kind immer frische fisolen aus ihrem eigenen garten. in vegan gar nicht schwer umzusetzen gabs also rahmfisolen und kohlrabi mit dill und kartöffelchen.

rezept: (für zwei hungrige)
500g frische fisolen (brechbohnen)
1 großer kohlrabi
1 becher joya cremesse
2 el olivenöl
3 el dinkelmehl
350ml fisolenkochwasser
1 bund dill

beilagenkartoffeln







1. die fisolen putzen und die enden abschneiden. den kohlrabi schälen und in stifte schneiden. danach beides in kochendem salzwasser für etwa 10 minuten bissfest kochen.

2. die kartoffeln vierteln und ebenfalls in kochendem wasser aufsetzen; die kochen dann während der zubereitung der rahmfisolen weich.

3. die fisolen und den kohlrabi abgießen und etwa 350ml wasser auffangen. nun in einem großen topf das olivenöl erhitzen und mit dem schneebesen das mehl einrühren (einbrenn). mit dem fisolenwasser unter ständigem rühren ablöschen, bis eine dickliche sosse entstanden ist. nun den rahmersatz einrühren, die fisolen und karfiolstifte nun wieder zugeben und noch leicht garen lassen.

zuletzt noch mit salz abschmecken und den gehackten dill unterheben. zusammen mit den heißen kartoffeln servieren.


ich muss sagen, dass ich mich nicht erinnern konnte, dass rahmfisolen sowas von lecker sind. außerdem sind fisolen richtig gesund und sollten in einer ausgewogenen ernährung nicht fehlen. der recht hohe ballaststoffanteil fördert die verdauung; die enthaltenen sekundären pflanzenstoffe (saponine) wirken krebsvorbeugend, cholesterinsenkend, antimikrobiell und entzündungshemmend. die b-vitamine des kohlrabi und seine folsäure sind gut für haut und nerven, er ist reich an kalzium und magnesium und fördert die nierentätigkeit.

gesünder kann mans ja eigentlich kaum noch machen; die vegane variante ist ja auch nicht so schwer und kalorienreich wie die gewohnte. ich bin jedenfalls großer fan und musste das gericht gleich zwei tage hintereinander kochen.

habt ihr ein gericht aus eurer kindheit, das ihr gerne mal in vegan verwandeln würdet oder schon habt und feststellt, dass es genauso gut oder sogar besser schmeckt als damals?

Freitag, 27. Februar 2015

{Food} Spaghetti Little (vegan) Italy

"spinnt sie jetzt?! nudeln mit vleischbällchen in der fastenzeit? pff!"
keine panik, hier sind weder teigwaren noch vleischbällchen im spiel; auch wenn es so aussieht, der schein trügt.

lange zeit waren zucchini-spaghetti der renner und man kam um kaum einen foodblog rum, der nicht zumindest eine variante davon gezeigt hat. dieser trend ging an mir vorbei - zwar nicht spurlos, ich vertrag die dinger roh einfach so gar nicht.
ich habe mich aber wieder dran getraut und mir gedacht mit einer warmen sosse kombiniert könnte es klappen und meinen magen nicht zum ausrasten bringen; an dieser stelle sei verraten, hat geklappt.

aber keine spaghetti mit tomatensosse ohne mini-meatballs. um das auge zu täuschen habe ich mich hier für rote bete falafel entschieden - lasst euch alleine die drei worte auf der zunge zergehen.

rezept:  (für zwei hungrige mäuler)
für die rote bete falafel
1 dose kichererbsen
200g rote bete (gekocht)
1 knoblauchzehe
1 rote zwiebel
80g kichererbsenmehl 
gewürze: kardamom, bockshornklee, koriander, salz, pfeffer, chilipulver, 1/2 el tahin, 1 tl ahornsirup

für die zucchini-spaghetti 
2 mittlere zucchini

1 karotte
2 hände voll erbsenschoten
1/2 stange lauch
1/2 kohlrabi
1 hand voll cherrytomaten
1 dose gestückelte tomaten
1/2 zitrone (schale und saft)
2 el olivenöl 
gewürze: salz, pfeffer, oregano, majoran


1. los gehts mit den rote bete falafel, denn die brauchen einen moment im backrohr (eh klar ohne fett zur fastenzeit). backrohr auf 180 grad vorheizen; die kichererbsen von ihrer haut befreien und in einer küchenmaschine sammeln. die beten dazugesellen, ebenso zwiebel und knoblauch ihre runden mit drehen lassen. so lange, bis ihr eine schöne, cremige masse habt. jetzt wird gewürzt und zwar mit allem (bitte abschmecken nicht vergessen) und das kichererbsenmehl untergehoben.
zum jetzigen zeitpunkt empfehle ich einweg-handschuhe, sonst seht ihr nach dem bällchen-formen aus wie massenmörder.
die bällchen auf ein backblech mit backpapier setzen und für 30 minuten im backofen verstauen.

2. den zucchini wird zu leibe gerückt - am besten mit einem spiralschneider. wer keinen nachweisen kann, es klappt auch ganz wunderbar mit einem zestenreisser (wie in meinem fall). habt ihr die zucchini spiralisiert, erstmal zur seite stellen.

3. die karotte raspeln, kohlrabi und erbsenschoten in streifen schneiden. lauch in feine ringe hacken und in einer großen pfanne in olivenöl anbraten. danach karotten, erbsen- und kohlrabistreifen und cherrytomaten zugeben und mitbraten. mit zitronensaft ablöschen und dosentomaten aufgießen.
würzen und ein bisschen gar kochen lassen.

zuerst sie zucchini-spaghetti in den teller geben, darüber die sosse verteilen und mit frischer petersilie, zitronenschale und natürlich den vleischbällchen garnieren.


die zucchini-spaghetti und ich werden vermutlich doch noch freunde, denn in dieser kombi haben sie mich vollends überzeugt; hat nur ein bisschen wärme gefehlt. durch die heisse sosse garen sie nämlich leicht, was sie nicht ganz so schwer im magen macht.
rote bete falafel sind meine neuen lieblinge, die schmecken fantastisch (wieso ist mir das nicht schon viel früher eingefallen!?) und sind so einfach zuzubereiten.

habt ihr eine lieblingssosse zu zucchini-spaghetti? ich bin ja jetzt auf den geschmack gekommen und offen für vorschläge. carbonara kann ich mir auch sehr gut vorstellen, was meint ihr?

Dienstag, 24. Februar 2015

{Food} Gib dem Affen (keinen) Zucker!

die fastenzeit hat nach überschwänglicher faschingszeit begonnen und das bedeutet die krapfen wieder für ein jahr zu vergessen und mehr auf sich zu achten.
40 tage lang heißt es nun kein alkohol, verzicht, keine süßigkeiten und ach ja, verzicht. erst zu ostern darf wieder reingehauen werden was das zeug hält.

wie haltet ihr das mit dem fasten? ich kenne ja menschen, die der meinung sind, dass vegan gleich fasten ist, weil gleich verzicht und selbstgeisselung. ich bin der ansicht zucker ist zucker und schokolade ist schokolade. egal ob mit tierischen zusätzen oder nicht, zu viel süßkram und ungesunde ernährung macht auch veganer dick.

und da kommt sie schon meine herrliche überleitung: heut gibts mal zuckerfrei!
warum? einfach so und nicht direkt wegen der fastenzeit, passt aber gut und wollte ich eh schon lange mal ausprobieren. ausprobieren ist hier auch das stichwort, denn ich habe kein vorlagenrezept gefunden, das meinen ansprüchen genügt hätte. dazu muss ich ehrlich zugeben, dass ich der totale backdepp bin; mehl, zucker, öl - was die mengenverhältnisse angeht bin ich ein nackerpatzerl. ich hab noch nie verstanden wie das funktioniert (vielleicht mags mir jemand erklären!?).

sugarfree bananabread

rezept:
4 sehr reife bananen
2 cups dinkel vollkornmehl
2 hände voll datteln
120ml hafermilch
100g heidelbeeren
2 el apfelmus
1/4 tl salz
1 tl backpulver
1 tl schalenabrieb einer zitrone







1. mehl in eine große schüssel sieben und mit dem backpulver vermengen.
ofen auf 180 grad vorheizen; die datteln zusammen mit der hafermilch und der reifsten banane in einer küchenmaschine zu einem brei verarbeiten (das kann mitunter eine ganz schöne sauerei sein).

2. zwei weitere bananen mit den händen zum mehl-backpulver-gemisch queetschen und das apfelmus zugeben. nun auch die dattel-bananen-milch zuleeren und mit dem mixer zu einer cremigen masse verarbeiten. die heidelbeeren unterheben und mit salz und zitronenschale verfeinern.

3. die vierte banane kommt nun auch ins spiel, sie darf die deko sein; hierfür in scheiben schneiden. den teig in eine gefettete kastenform füllrn und für etwa 40 minuten im backrohr fertig backen (stäbchenprobe!).


die heidelbeeren sorgen für ein lustiges muster und geben dem bananenbrot das gewisse etwas. ich mag es gerne, wenns nicht so kuchig wird, sondern sehr saftig und beinahe nicht ganz durchgebacken.
ich muss sagen, dass mein erster zuckerfreier versuch ziemlich lecker geworden ist; habt ihr noch ein paar tipps für mich was beim nächsten versuch verbessert werden könnte?
so lässt es sich die fastenzeit wirklich aushalten!

Freitag, 20. Februar 2015

{Rezensiert} Einfach vegan

http://www.freya.at/de/buecher/vegan-leben?page=shop.product_details&flypage=flypage-vmbright.tpl&product_id=216&category_id=172
zur abwechslung habe ich heute mal wieder ein buch mitgebracht, das mich vor einigen tagen erreicht hat.
"einfach vegan" von brigitte ablinger enthält mehr als 100 vegane rezepte und macht seinem namen alle ehre.
wirklich alle rezepte benötigen nur wenige zutaten und sind super einfach in der zubereitung.

gegliedert ist das buch in vorspeisen, suppen, salate, saucen, hauptspeisen und süsses. für einen blick ins buch könnt ihr hier klicken.

ich habe mich für die vorstellung für gleich drei rezepte entschieden und diese in einen gesunden, bunten gemüse- und salatteller eingebaut.

couscous-zucchiniröllchen, geröstete erbsenschoten und gemüserösti.


wie ihr wisst kann ich mich nicht an rezepte halten, deswegen ist alles (bis auf die erbsenschoten) leicht abgewandelt. dazu gibts einen gemischten salat, ein paar himbeeren und ein dressing á la guacamole.

für die couscous-röllchen
1/2 tasse couscous
2 tassen gemüsebrühe
1 zucchino

für die gemüserösti
4 kartoffeln
1 karotte
1 zucchino
1 el petersilie
1 el speisestärke
salz, öl zum braten

für die erbsenschoten
erbsenschoten und olivenöl


beginnen wir mal mit den röllchen: hierfür die zucchino am besten mit dem sparschäler längs in streifen schneiden (ihr könnt das natürlich auch mit dem messer machen, sollte aber sehr dünn sein, damit es sich rollen lässt). den couscous mit der gemüsebrühe übergießen und dann mind. 10 minuten ziehen lassen - ich habe hier mais-reis-couscous genommen, weil ich die farbe hübscher finde.
das backrohr auf 180 grad vorheizen und den couscous auf die einzelnen streifen verteilen und einrollen - gut, das hat bei mir nich geklappt, ich habe zuerst röllchen aufs blech gesetzt und dann den couscous reingefüllt.
nun für etwa 20 minuten bei heißluft bräunen.

während die röllchen im rohr sind habe ich mich den gemüserösti gewidmet - hier habe ich die kartoffeln durch süßkartoffeln ersetzt was zur folge hat, dass mehr stärke benötigt wird. 
kartoffeln, zucchino und karotte grob raspeln und salzen. petersilie und speisestärke zugeben, durchmischen und gut ausdrücken. danach alles in öl von beiden seiten rausbraten - ich lasse dann immer gerne noch auf küchenkrepp etwas abtropfen. 
dazu wird im buch eine leckere kräutercreme empfohlen - ebenfalls mit rezept.

zuletzt noch schnell die erbsenschoten kurz blanchieren und dann in etwas öl von beiden seiten leicht anbraten.


wie ihr an diesen drei beispielen schon seht sind die rezepte wirklich für die schnelle, einfache küche gedacht. was ich allerdings ansprechend finde, dann oftmals ist man nach einem arbeitstag sowieso zu müde, noch groß was in der küche umzuackern. außerdem lassen sich die gerichte super - so wie bei mir - miteinander kombinieren.


geschmeckt haben mir die einzelnen gerichte wirklich super, vor allem die gemüserösti werde ich wohl in zukunft öfter mal machen.
was mir am buch gut gefällt ist, dass es zu den rezepten immer ein kleines kästchen "wissenswert" mit facts zu einzelnen zutaten gibt. besonders die süsse kategorie hat es mir angetan, da sind einige schmankerl dabei, die ich auch gerne habe.


empfehlen würde ich das buch vor allem leuten, die sich grade an die vegane küche rantasten und für schnelle gerichte anregung suchen; aber auch wie gesagt alle denen, die nach der arbeit schnell was leckeres auf den tisch zaubern wollen.

Dienstag, 17. Februar 2015

{Food} Suppe von der süßen Kartoffel

wenn es draußen immer ungemütlicher wird, dann bekomme ich immer total lust auf eine leckere, heiße suppe. am besten eine mit einlage und cremig weich am gaumen.
diesmal mussten ein paar süßkartoffeln daran glauben und sind in meinem kochtopf gelandet.

als kleines kind war eine kartoffelsuppe das erste gericht, das ich gelernt habe zu kochen. naja das klingt jetzt, als hätte ich schon mit 5 vorm herd gestanden und ganze menüs zubereitet.
die zutaten, die ich in meinem kleinen emailtopf braute beschränkten sich eher auf kartoffeln, wasser, gewürznelken, lorbeerblätter, kümmel und ähm... ja das wars eigentlich im großen und ganzen.
nein, das ganze wurde auch nach der garzeit nicht püriert, es kam nur ein schuß saure sahe mit ins wasser.

haha ich muss schon sehr darüber lachen, wenn ich überlege, dass ich diese suppe so sehr geliebt habe und sie gerne jeden tag essen wollte.
meine heutige kreation besteht aus ein paar mehr zutaten, ist aber mindestens genauso lecker ;-)

suppe von der süßen kartoffel mit tempeh-orangen-croutons

rezept:
3 mittel große süßkartoffeln
1 große kartoffel
1 große, gelbe zwiebel
500ml gemüsebrühe
200ml hafersahne
2 zweige rosmarin 
1/4 veganer weißwein

für die croutons
200g tempeh
100ml orangensaft (frisch gepresst)
3 el olivenöl 
2 el sojasosse (shoyu)
schale einer orange
1 knoblauchzehe


1. die tempeh-croutons sollten für zumindest 2 stunden in ihrer marinade aus den restlichen crouton-zutaten im kühlschrank ziehen. am besten also am vorabend oder gleich vormittags vorbereiten.

2. sobald es an die suppe geht, die zwiebel hacken und in etwas olivenöl in einem großen topf anbraten. die süß- und die kartoffel schälen und in grobe würfel schneiden. das ganze zusammen mit der zwiebel kurz mitbraten lassen. zuerst mit dem wein ablöschen, dann mit der gemüsebrühe aufgießen. nun für etwa 20 minuten kochen lassen.

3. inzwischen den tempeh aus dem kühlschrank holen und in einer heißen pfanne von allen seiten gut anbraten, bis die würfel schön kross geworden sind.

die suppe nach ende der kochzeit mit rosmarin, salz und pfeffer würzen und im mixer ihre runden drehen lassen. dann mit den croutons zusammen anrichten und am besten noch mit frischen orangen-zesten garnieren.


an tempeh musste ich mich ehrlich gesagt erst etwas gewöhnen. alleine der gedanke daran woraus er besteht... uargs! aber mittlerweile habe ich gelernt, wie man ihn köstlich zubereiten kann und stehe ziemlich drauf.

mögt ihr sükartoffeln eigentlich auch so gerne wie ich? ich steh total drauf und das in jeder form. egal ob gekocht, gebacken, frittiert, überbacken oder einfach nur langsam gegart. außerdem sind sie prall gefüllt mit jeder menge nährstoffen sie sind sogar dem vitamin c und e überlegen, gute quellen für mineralstoffe; mangan, folat, kupfer und eisen sind reichlich in der orangen knolle enthalten.

mit einem wort besonders gut, wenn der schneesturm draußen wieder tobt und die schnupfennase zu laufen beginnt.